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Unser neues Video zu "Luz y Sombra":


Duo Aciano: Luz y Sombra



Unsere CD "Luz y Sombra" ist fertig!!!

Luzysombra


Natürlich könnt ihr die CD bei uns bestellen unter info@duoaciano.de



1 CD inklusive Versand, auf Wunsch signiert: 17,00 Euro

2 CDs inklusive Versand, auf Wunsch signiert: 32,00 Euro

3 DCs inklusive Versand, auf Wunsch signiert: 45,00 Euro

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CD-Rezension von Ralph Brix, Diplom-Journalist, 30.04.2016

"Duo Aciano: Luz y sombre

Auch die zweite CD von Freya Deiting und Sandra Wilhelms trägt einen spanischen Titel. Dabei bezieht sich der Name "Luz y sombra" also "Licht und Schatten" natürlich nicht auf qualitative Höhen und Tiefen der Aufnahmen. Vielmehr interpretieren die beiden Musikerinnen den argentinischen Tango mit Geige und Gitarre: eine Musik, die sich mit dunklen und hellen Seiten menschlichen Daseins gleichermaßen leidenschaftlich auseinandersetzt.

Wer nun schon die Tangoschuhe schnüren möchte, dem sei gesagt: ruhig sitzen
bleiben! "Luz y sombra" fordert weniger zum Tanz auf, lädt vielmehr zum Verweilen ein. Und das mit einem Wechselspiel von Spannung und Ent-Spannung.

Deiting und Wilhems haben einen Schwerpunkt auf Lieder zeitgenössischer Komponisten gelegt. So bilden die Stücke eins bis vier einen Block mit Werken des argentinischen Gitarrenvirtuosen Màximo Diego Pujol.

Atmosphärisch dicht startet das Duo seine CD mit "Nubes De Buenos Aires", das
akustisch Bilder von aufkommenden Regen, der schließlich als Wolkenbruch
daherkommt und wieder abschwillt, vor dem inneren Auge entstehen lässt. Nicht nur durch seine Länge von über sieben Minuten ist das Stück aber auch eine
Herausforderung. Auch musikalisch – weil nicht gerade gefällig - fordert es
Zuhörenden einiges ab. Damit führt es als Opening der CD ein wenig in die Irre,
folgen doch danach gemäßigtere Lieder.

"Caserio" noch einmal die Intensität der Melodielinie von zuvor auf, erhält das
Ohr mit "Baldio" geradezu Streicheleinheiten und die Gitarre drängt sich –
erfreulicherweise - erstmals in den Vordergrund. Frisch geht es mit "Potrero" weiter.

Alle vier Pujol-Kompositionen sind im Original für Gitarre und Querflöte geschrieben.
Die Kombination dieser Instrumente ergibt eine klangliche Ausgewogenheit und
Gleichberechtigung. Das bleibt im Dialog mit der Geige leider etwas auf der Strecke. Bei der Endmischung ihre klangliche Dominanz etwas abzumildern hätte dem Gesamteindruck sicherlich nicht geschadet

Mit Oblivion folgt der melancholische Klassiker von Astor Piazolla. Anstelle des
Bandoneons entführen diesmal Saitenklänge die Hörerschaft in die schattige Seite Argentiniens. Und das Experiment gelingt famos: schmachtend, doch nie kitschig - leidend ohne weinerlich zu sein - Traurigkeit, die dennoch Hoffnung bietet.

Nach "Soledad" vom einstigen Tango-Star Carlos Gardel und damit dem ersten von drei traditionellen Tangos auf der CD, folgen zwei Überraschungen.

Denn mit "Hijo De La Luna" verlässt das Duo den Tango und Argentinien und leistet sich zunächst einen Ausflug in die spanische Popmusik, um anschließend "Youkali" von Kurt Weill vorzustellen und so wieder eine Brücke zum Tango zu schlagen.

Dabei ist ausgerechnet die deutsche Komposition die tanzbarste Nummer auf "Luz y sombre".

Bei einem Vorab-Blick aufs Booklet würden Tango-Tänzer dies wahrscheinlich eher beim nächsten Stück, "Tango tis nefelis" erwarten, das zum Standardrepertoire europäischer Milongas gehört. Doch das Duo Aciano hat sich für eine Interpretation entschieden, die zumindest diesbezüglich etwas sperrig daher kommt: in der zweiten Hälfte akzentuiert Sandra Wilhelms die Melodie derart, dass der Fluss, der sonst bei diesem Lied den gleitenden Tanz geradezu erzwingt, eher einige Stromschnellen bietet. Nichtsdestotrotz - oder vielleicht sogar gerade deswegen - ein Hörgenuss.

Mit "Tango" und "Aria" folgen zwei wundervolle Lieder, die einen beim Zuhören
zurücklehnen lassen. In beiden ist La Luz, das Licht, deutlich zu hören und zu
spüren.

Auch deshalb lässt "Tico Tico Non Fubà" zum Abschluss aufhorchen. Ein Wechsel von Argentinien nach Brasilien und damit vom Tango zum Samba kann reizvoll und durchaus schlüssig sein – muss aber nicht, wie "Tico Tico Non Fuba" leider belegt.

Und so ist "Luz y sombra" schlussendlich doch noch ein wenig programmatisch zu verstehen.

Fazit:

Wahrscheinlich gab es pragmatische Gründe, dass sich das Duo Anciano vor allem der Musik zeitgenössischer Autoren angenommen und die klassischen
Kompositionen – zumeist geschrieben für mehrköpfige Ensembles, die Orquestas Tipica – außen vor gelassen hat.

In jedem Fall eine gute Entscheidung. Denn in Verbindung mit der für den Tango
ungewöhnlichen Instrumentierung von Geige und Gitarre ist den beiden
Musikerinnen etwas Neues, Erfrischendes gelungen, das den Staub alter Tanzsalons in Buenos Aires gänzlich hinter sich gelassen hat.

Und so hat das Duo Aciano ein hervorragendes Album geschaffen, das FreundInnen des Tango Argentino viel Freude bereiten wird. Vielleicht hätte es den wunderbaren Gesamteindruck noch mehr bereichert, wenn die Virtuosität Sanda Wilhelms´ mehr Raum erhalten hätte, indem die Gitarre das hin und wieder die Melodieführung hätte übernehmen dürfen.

Eine großartige Produktion ist den beiden Künstlerinnen mit "Luz y sombra" aber in jedem Fall gelungen."

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Wir sind jetzt auch auf facebook zu finden! Dort posten wir auch das ein oder andere live Foto und sonstiges.... :-)

https://www.facebook.com/Duo-Aciano